Wir sind am Meer. Endlich. Haben einen Wein und einen vollen Bauch, alles fein. Nach der Hitze gestern, hatten wir heute Regen und 19 Grad. Lol. Wir haben heute den wundervollen Campingplatz in Lemoges verlassen, die Pensionisten dort werden uns sicher vermissen, um dann nach Mimizan zu flitzen. Aus flitzen wurde jedoch langsames reiben der Reifen am Boden. Stau, starker Regen und komische Autos erleichterten uns die Fahrt. In Bordeaux machten wir Pause, war eine scheiß Idee – dauerhafter Berufsverkehr und 100000 Baustellen brachten uns kurz vor der Parkgarage fast zum Verdursten. Egal, wir leben noch und konnten einen furchtbaren Kaffee trinken, der uns zum zittern brachte. Arme Nerven, die Banane half und Theresa fuhr wiehernd und ‚leicht‘ ruckend halb gekonnt aus der Parkgarage. Wir überlebten erneut, die Fahrt ging weiter. Der Motor starb nur einmal ab, Skoda startete ohne Mucks von selbst (braves Auto – an dieser Stelle auch einen lieben Gruß an das Getriebe), auch die zwei überfahrenen Stoptafeln und die rote Ampel ging spurlos an uns vorüber. Der schreiende Fußgänger, der mitten am Zebrastreifen von Theresa zugeparkt wurde, nahm es nicht ganz so easy wie wir. Es ist Frankreich, hier ist eh alles égale, so fuhr sie weiter. Endlich in Mimizan angekommen standen wir am teuersten Campingplatz ever, überrascht, dass er dann doch nicht 15 Euro pro Nacht für zwei Personen kostete. Wir, auf der Dackn kehrt gemacht (nach einem interessanten Gespräch mit der Tante vom Campingplatz – Sie wollte partout nicht mit uns französisch reden, sonder spanisch {keiner von uns spricht Spanisch, ok Theresa doch? Vllt dachte sie unser deutsches Gelabere sei Spanisch? Oder Austria liegt in Spanien? } und Englisch) und nun liegt unser Zelt in so einem Schlammloch in der Peripherie. Zudem haben wir eine wahnsinnige Bel Air, Note: Sauerkraut und Geselchtes. Auch dieses charmante Bellevue ist kaum zu toppen. Genug genörgelt, unser feiner Po wird auch diese Nacht durchstehen. Chin Chin, der Wein ist fein.
Habt ihr euch auch schonmal gefragt was man macht, wenn man einen Dracula in der Sockenlade findet? Ja? Wir auch. Man ladet ihn zu einem Fondue ein. Just in case.

cof